Jugendparlament Herxheim-Hayna

Pool-Party ohne Alkohol (RHEINPFALZ-Artikel)

Der nachfolgende Artikel stammt aus der RHEINPFALZ, Pfälzer Tageblatt vom 6. Juli 2010

Herxheim: Was für ein abendlicher Trubel im Waldfreibad: Zum dritten Mal hatte sich das Jugendparlament für ein Mondscheinschwimmen „freigeschwommen". Rund 400 Fans hatten ihren Spaß.

Von 19 bis 1 Uhr feierten die Gäste mit den zwei Bands „Kopfkratz-Crew" und „Insanity", und das ganz ohne Alkohol. Die „Kopfkratz-Crew" ist eine Rap-Gruppe, die eigenen Rap kriert hat. „Insanity dagegen ist eine Band, die ihren Schwerpunkt auf Rock gelegt hat", erklärte der Vorsitzende des Jugendparlaments (Jupa), Fabian Kuntz. „Die Bands werden bis 24 Uhr spielen. Danach wird sich das Bad bis zirka 1 Uhr leeren. Wir wollen hier keine Probleme mit dem Jugendschutzgesetz und halten uns strikt daran', betonte die Herxheimer Jugendpflegerin Annelene Stripecke.

Alle Jugendliche ohne Begleitung eines Erzhiehungsberechtigten und unter 16 mussten um 22 Uhr das Bad verlassen. „Genauso wollen wir den Jugendschutz beim Alkohol einhalten. Das ist eine Veranstaltung mit striktem Alkoholverbot, da machen wir auch keine Ausnahme. Sogar die Kioskbesitzer ziehen da mit uns an einem Strang", so Jupa-Vorsitzender Kuntz. Damit die Jugendlichen keinen Alkohol mit ins Schwimmbad schmuggeln konnten, wurden am Eingang strenge Rucksackkontrollen durch Leute vom Sicherheitsdienst vorgenommen.

„Ich hatte bei diesem Termin eigentlich ein bisschen Bauchschmerzen, weil es der letzte Schultag war und ich Angst hatte, dass wir deswegen Probleme mit Alkohol bekommen. Zum Glück hat sich das aber nicht bestätigt", atmete die Jugendpflegerin auf.

Die Grundidee vor sechs Jahren nach ihrer Ansicht: „Wir wollten eine Veranstaltung ohne Alkohol auf die Beine stellen." Für das Mondscheinschwimmen am Freitag haben die zwölf Mitglieder des Jugendparlaments zuvor 200 Stunden der Vorbereitung erbracht. Finanziert wurde die Party durch den Etat des Jugendparlaments und durch den Eintrittspreis. „Außerdem hat uns die Gemeinde Herxheim unterstützt", lobte Fabian Kuntz.

Bürgermeister Franz-Ludwig Trauth stieß ins gleiche Horn: „Die Veranstaltung setzt ein Zeichen gegen Alkohol. So etwas sollte es öfter geben und man sieht ja hier, wie sehr sich die Veranstaltung etabliert hat". Doch die Hauptaufgabe des Jugendparlaments liege nicht allein in der Organisation solcher Veranstaltungen. Fabian Kuntz: „Wir wollen die Interessen der Jugendlichen vertreten. Deshalb setzen wir uns gerade auch für den Bau eines Beachvolleyballfeldes gegenüber dem Freibad ein". (bhi)

 
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